Protestkundgebung am 14.10.2004 um 17.30 vor dem Bezirksamt Schönbrunnerstraße 54
"ZU EBENER ERD` UND IM ERSTEN STOCK" - IM AMTSHAUS VON MARGARETEN
Der Bezirksvorsteher von Margareten, Kurt Wimmer Wimmer lud am 14. Oktober 2004 die Bürger von Margareten in den ersten Stock des Amtshauses ein. Anlass: Die Oberflächengestaltung des Bacherparks im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bauprojekt "Tiefgarage".Darüber wollte Wimmer mit Anrainern reden. Offenbar aber diese nicht mit ihm, gerade fünf folgten seinem Ruf. Von einer großen Mehrheit der Anrainer wird das Projekt mangels Bedarf und wegen einer Verschlechterung der Wohn- und Lebensqualität entschieden abgelehnt.
Vieles war ursprünglich von BV Wimmer versprochen worden, nun ist plötzlich alles wieder anders. Die Garagenabluft soll nicht, wie ursprünglich vorgesehen, durch den Kamin der benachbarten Hauptschule geleitet werden, sondern direkt in den Spielplatzbereich durch einen 6m hohen Entlüftungsschacht. Die Anzahl der projektierten Stellplätze soll sich von 170 auf 182 erhöhen. Das bedeutet auch, dass letztendlich doch wieder wesentlich mehr Bäume gefällt werden müssen, als noch am 14. September bei der Präsentation behauptet worden war. Hieß es damals noch, dass die Neugestaltung des Parks großzügig erfolgen würde, hörte man nun gestern, dass lediglich ein Betrag von 145 Euro pro m2 zur Verfügung gestellt werden wird. Dieser Betrag liegt weit unter dem EU-Durchschnitt. So wird in unserem Nachbarland Deutschland bei derartigen Projekten ungefähr das Doppelte, in der Schweiz sogar das Vierfache budgetiert.
Die schon seit fast einem Jahr tätige Bürgerinitiative organisierte zeitgleich zur Veranstaltung des Bezirksvorstehers eine Gegenveranstaltung vor dem Amtshaus, "zu ebener Erd´". Trotz der beinahe schon winterlichen Temperaturen waren ca.100 besorgte Bürger dem Aufruf der Bürgerinitiative gefolgt und versammelten sich vor dem Amtshaus unter ihnen auch Thaddäus Podgorski, der darauf hinwies, dass er mittlerweile wohl kein Anrainer des Bacherparks mehr sei, da man ihm durch eine trickreiche Grundstücksteilung nicht nur seiner Anrainerschaft sondern auch seine Parteienstellung im Bauverfahren strittig machen würde. Initiativensprecher informierten nochmals über Merkwürdigkeiten bei der Finanzierung und über personelle Verflechtungen zwischen Stadtbürokratie und Garagenbetreiber.
Die Bürgerinitiative hatte ihre Ablehnung des Garagenprojekts in sieben Thesen formuliert, die am Ende der Veranstaltung unter heftigem Beifall der versammelten Bürger dem Bezirksvorsteher an die Tür des Amtshauses "genagelt" wurden.