Expertise zu dem Gesundheitszustand der Bäume im Bachehrpark und die Stellungnahme zum Garagenbau von em. o. Prof. Dr. Dr. h. c. Erich Hübl, Universität für Bodenkultur Wien ausgestellt nach der Begehung am
20. 1. 2004:

Bei einer Begehung am 20. 1. 2004 konnten folgende Bäume im Areal der
Garage oder unmittelbar angrenzend festgestellt werden: Dabei ist anzumerken,
dass ich im blattlosen Winterzustand die Art nicht immer feststellen konnte.
Es steht dann hinter dem Gattungsnamen "sp.". Bei beliebten Zierbäumen gibt
es auch Zuchtsorten, die ich im Winterzustand nicht erkennen konnte.
Zunächst die Liste der Baumarten:
1. Acer monspessulanum; Burgen-Ahorn, Französischer Ahorn
2. Acer platanoides; Spitz-Ahorn
3. Acer pseudoplatanus; Berg-Ahorn
4. Aesculus hippocastanum; Rosskastanie
5. Corylus colurna; Baumhasel
6. Fraxinus sp. vermutlich Zuchtform von F. excelsior; Gewöhnliche Esche
7. Gleditsia triacanthos; Amerikanische Gleditschie
8. Koelreuteria paniculata; Rispiger Blasenbaum, "Blasenesche"
9. Populus nigra "Italica"; Pyramidenpappel (Säulenform der Schwarzpappel)
10. Prunus sp.; konnte nicht näher bestimmt werden
11. Robinia pseudacacia; Robinie, "Akazie"
12. Taxus baccata; Gewöhnliche Eibe.
Soweit im Winterzustand feststellbar, handelt es sich um gesunde Bäume, mit Ausnahme einer Robinie, der ein Stück Borke fehlt und einem Exemplar der Koelreuteria, wo ein Ast abgebrochen ist.
Durch den Bau einer Tiefgarage wäre der Baumbestand auf jeden Fall gefährdet, auch wenn keine Bäume gefällt oder der größte Teil der Wurzelmasse nicht verletzt würde, weil durch die Garage die Verbindung mit den tieferen Bodenschichten unterbunden wird. Vor allem die alten bzw. hohen Bäume würden sehr wahrscheinlich an Wassermangel leiden, wie der prächtige alte Spitzahorn und die Pyramidenpappeln. Es ist mit dem Absterben der oberen Kronenteile und der Bildung hässlicher Wasserreiser und schließlich dem Sterben des ganzen Baumes zu rechnen.
Auch für Nachpflanzungen sind die Verhältnisse natürlich schlechter als vor dem Garagenbau, abgesehen von der langen Dauer, die ein Baum braucht, um zu so stattlicher Gestalt heranzuwachsen, wie sie gegenwärtig auf dem Bacherplatz stehen.
Die Reaktion der Anrainer hat gezeigt, wie sehr ein alter Park das "Grätzlbewußtsein" prägt und damit in der Großstadt eine engere Heimat schafft. Soll man das im wahrsten Sinne des Wortes Gewachsene, einem zweifelhaften Parkplatzbedarf opfern?

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